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Beim Stöbern in der aktuellen PC Games (Ausgabe 03/09, Seite 107) stieß ich auf ein sehr witziges Spiel, das sich hervorragend mit einem Grafiktablett spielen lässt. Bei Crayon Physics Deluxe gilt es, einen Ball auf dem Spielfeld zu einem Stern zu befördern. Das Spielfeld ist ein Blatt Papier und man malt mit einem Buntstift die Spielelemente darauf, die einem zur Lösung des Levels verhelfen sollen. Die gezeichneten Elemente sind dabei den Gesetzen der Physik unterworfen.
Das Ganze klingt ein wenig albern, ist es auch. Trotz seiner Einfachheit macht es aber unheimlich viel Spaß und ist sehr liebevoll gemacht. Die Level in der Demo waren nicht überragend anspruchsvoll, aber die Vollversion ist relativ günstig zu haben und das Spielchen ist wirklich eine nette Daddelei für zwischendurch.
Das für mich Schwierigste daran, eine neue Welt aus der Taufe zu heben, ist die Namensgebung. In den letzten Tagen habe ich mit Lauten und Silben jongliert und schließlich mit Hilfe einiger Namensgeneratoren aus dem Web eine Liste mit annähernd 150 verschiedenen Namen erstellt. Danach habe ich mit den Namen aus der Liste mit Lauten und Silben jongliert und nach den Namen meiner Wahl gegoogelt - es kann ganz schön frustrierend sein, wenn man feststellt, dass der gewählte Ortsname ein verbreiteter Indonesischer Nachname ist. Oder eine Krankheit. Oder beides.Auf der Suche nach einem Namensgenerator bin ich gleich mit dem ersten Treffer fündig geworden. Der Fantasy Name Generator bietet eine Vielzahl von Optionen und spuckt gleich ganze Listen von Namen aus. Auch fürs Rollenspiel eine gute Adresse.Zum Thema Rollenspiel fand ich während meiner Suche auch eine kleine Perle: Pokéthulhu - man kombiniere zwei große Übel zu einem... spaßigen Rollenspielsystem? Obwohl man sich das Regelwerk von der offiziellen Seite kostenlos herunterladen kann, muss ich gestehen, dass ich noch nicht hineingeschaut habe. Seit dem Überfliegen der Seiten stellt sich mir allerdings die Frage, wie ein nicht-euklidisches Krokodil aussieht.
Wie zu erwarten war, bin ich gestern zu nicht viel gekommen. Dennoch nimmt der Hintergrund meiner Welt allmählich etwas greifbarere Formen an, und ich habe einige Zeit mit Recherchen verbracht.
Nachmittags und Abends war Besuch da - Familie und Freunde und den größten Teil der Nacht habe ich mit meinem neuen Grafiktablett herumgespielt, was ziemlich viel Spaß gemacht hat. Die mitgelieferte Software ArtRage 2.5 ist sehr intuitiv - üblicherweise stehe ich mit Grafiksoftware eher auf Kriegsfuß. Ob ich meine frühere Freude am Zeichnen wiederentdecke, weiß ich noch nicht, aber ich habe ja auch so genug "Baustellen", um mich kreativ auszutoben.
Wieder ist ein Jahr vergangen, und es muss sich erst zeigen, ob mit der Erkenntnis auch die nötige Reife einhergeht, Taten folgen zu lassen.Das Ziel habe ich vor Augen: ich möchte eine Geschichte erzählen, ein Buch schreiben. Es geht mir dabei vor allem darum, etwas zu Ende zu bringen, das ich angefangen habe. Etwas zu machen, mit dem ich hinterher selbst zufrieden sein kann, auf das ich vielleicht sogar stolz sein kann.Es hat mir nie gelegen, mich für etwas wirklich anzustrengen. Manche Dinge sind mir dennoch zugeflogen oder in den Schoß gefallen. Andere eben nicht.Vielleicht kann ich das ändern, wenn ich mich selbst beobachte. Genau das möchte ich hier tun. Ich werde hier meine Erfolge und Mißerfolge festhalten und ggfs. analysieren.Heute habe ich ein wenig geschafft, nicht genug, um zufrieden zu sein, aber mehr als gar nichts. Ich habe die erste Seite, die ich gestern angefangen habe, überarbeitet und die nächste Szene angefangen. Den Nachmittag über habe ich mich ablenken lassen, später am Abend habe ich die Notizen in meinem TiddlyWiki ergänzt und erweitert.Anders als Zach habe ich mir zwar kein Limit gesetzt, will aber einen ähnlichen Counter für meine Fortschritte einführen.
Nach beinahe einem Jahr des Nichtstuns wäre es eigentlich an der Zeit gewesen, einen Neuanfang zu machen.
Nachdem ich die alten Posts noch einmal gelesen habe, musste ich feststellen, dass sie - man muss sagen: leider - nichts an Aktualität verloren haben. Ich stehe aktiv noch immer da, wo ich vor einem knappen Jahr gestanden habe.Bisher habe ich es nicht geschafft, eines meiner Ziele in die Tat umzusetzen, aber auf der positiven Seite ist anzumerken, dass ich es zumindest immer wieder versucht habe.Ich will die Schuld dafür nicht in den zahlreichen Rückschlägen und Enttäuschungen suchen, die ich in den vergangenen Monaten erlebt habe. Das Hauptproblem ist nach wie vor Mangel an Selbstdisziplin, sowie die Tatsache, dass ich mich leicht verunsichern und demotivieren lasse, und sehr lange brauche, ehe ich Kraft und Mut für einen weiteren Versuch aufbringen kann. Noch immer verschwende ich zuviel Zeit mit fruchtlosen Dingen, bewege mich in einer zu destruktiven Umgebung.Tief im Inneren jedoch brennt ein Funke, den ich versuche zu nähren. Vielleicht wird eines Tages die erhoffte Flamme daraus, die mich wieder an mich selbst glauben lässt und mir hilft, mich zu verwirklichen.Bis dahin sammle ich Ideen, mache Notizen und versuche immer wieder, meine kreative Blockade einzureißen.
Ich will dort ansetzen, wo ich hier zuletzt aufgehört habe.
Der Verstand scheint eine träge Masse zu sein. Rührt man nicht ständig darin herum, setzt er sich am Boden ab und erstarrt zu einem leblosen Klumpen.Gleichzeitig geht auch die Fähigkeit verloren, Erlebtes zu reflektieren und damit eben jene Dinge zu schätzen, die das Leben erst lebenswert machen.
Dazu gehört es, mitten in der Nacht auf Zehenspitzen ins eiskalte Schlafzimmer zu schleichen, schon bei der bloßen Erwartung der klammen Decken zitternd.Und dann, während man unter selbige kriecht, von wohliger Wärme empfangen zu werden und sich freuen zu können, weil einem ein liebender Mensch eine Wärmflasche ins Bett gelegt hat.
Der Blick für die wirklich wichtigen kleinen Dinge ist es, der als erstes schwindet, der Blick für das Wesentliche.Ohne gelingt es nicht, die Hand zu führen, um mit wenigen Strichen eine Form erkennbar aufs Papier zu bannen. Ohne vermag man die Worte nicht zu finden, die das richtige Bild oder Gefühl im Kopf des Lesers entstehen lassen. Alles andere ist Technik. Erlernbar, wenn auch vielleicht nur durch Mühe und Fleiß. Notwendig, aber allein nicht genug.
Wärmflaschen und kreatives Schaffen haben gewöhnlich nicht viel mit einander zu tun. Mir geht es aber vor allem darum, zähe gewordene Gedanken zu walken, bis sie wieder zu einem geschmeidigen Teig werden.
Ich kann mich der grellbunten und lauten Welt da draußen nicht ganz entziehen. Im Gegenteil. Ohne ständige Reizüberflutung entsteht Langeweile. Ein Gefühl der Leere.
Solcherlei Leere lässt sich mühelos durch eine künstliche Welt auffüllen, die in ihren Farben und Tönen selbst die Realität noch übertüncht.
Hier wie dort sind die Menschen mit denselben Problemen beschäftigt. Durch die relative Anonymität mag das Ganze vielleicht abstrakter wirken, doch unterscheidet es sich im Grunde kaum. Das Streben nach Macht, Geld und Statussymbolen. Zwischenmenschliches. Alles im Zeitraffer, denn selbst in ihrer Freizeit haben es alle furchtbar eilig, wollen möglichst schnell möglichst hoch hinaus. So wird das vermeintliche Spiel zu nichts anderem als einem Zerrspiegel der Realität.
Obwohl es doch bezeichnend für unsere Gesellschaft ist, dass ich Glückwünsche aus allen Ecken und Enden des Landes bekommen habe, aber die Nachbarn im selben Haus nicht einmal wissen, dass ich gestern Geburtstag hatte, will ich hier nicht über die Probleme virtueller Welten lamentieren.
Vielmehr interessiert mich die Frage, was geschieht, wenn man den Spiegel zerschlägt, und der Stille in sich lauscht, die auf das Klirren folgt.